Beliebte Posts

Sonntag, 29. April 2012

Stadtrat: Ein reizvolles Angebot

Die Stadt Neuburg an der Donau könnte das ehemalige Möbelhaus von Rudi Pummer in der Neuhofstraße anmieten Von Manfred Rinke

Mit dem Ende der 63 Jahre alten Ära von Möbel Pummer in Neuburg bietet sich der Stadt die Gelegenheit, zentrumsnah eine attraktive Immobilie anzumieten. Rudi Pummer, der das Geschäftshaus in der Neuhofstraße vor 34 Jahren gebaut hat, hat es der Stadt nach dem Auszug seines Nachfolgers jetzt angeboten. Vor der heutigen Sitzung wird der Stadtrat das Gebäude in Augenschein nehmen.

Die Anmietung war bereits Thema in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses. In nicht-öffentlicher Sitzung gab es damals nur einen Befürworter. Vom Tisch ist das Thema deshalb nicht. Eine Reihe von Stadträten sieht dieses Angebot durchaus als Chance – vor allem auch wegen des günstigen Mietpreises, den Rudi Pummer für die gut 2000 Quadratmeter verlangen würde. Weil der Geschäftsmann neben einem festen Zehn-Jahres-Vertrag einen weiteren über diesen Zeitraum mit Option des Vorkaufsrechts anbietet, wäre es für die Kommune zudem eine sicher planbare Investition in die Zukunft.

Dort dauerhaft untergebracht werden könnten zum Beispiel die Sammlungen des Historischen Vereins. Die 60000 Exponate sind derzeit über das Schloss, die ehemalige Lassigny-Kaserne und das städtische Gebäude in der Bahnhofsstraße verteilt. Vereinschef und Stadtheimatpfleger Roland Thiele wäre zwar persönlich „sehr froh, wenn dieser Kelch in meinen verbleibenden Jahren als Vorsitzender an mir vorübergehen würde“. Andererseits hat er sich die Räume bereits angesehen und gibt zu, dass sie für die Aufbewahrung des kulturellen Erbes der Stadt „sehr gut geeignet“ wären. Sie sind trocken, die Decken belastbar und es gibt einen Lastenaufzug über die fünf Etagen inclusive ausgebautem Keller. „Von da her gesehen wäre es eine zukunftsweisende Geschichte.“ Allerdings weist er darauf hin, dass ein Umzug nicht nur aufwendig, sondern auch teuer käme, wobei hierfür möglicherweise Mittel von der Landesstelle für nicht-staatliche Museen fließen könnten.

Die Idee hat auch für Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling seinen Reiz. Schließlich könnte die Stadt das Loibl-Haus in der Altstadt und das in der Bahnhofstraße zum Verkauf anbieten und damit wieder neuen Wohnraum in attraktiven Lagen schaffen. Damit würde sich die Anmietung auch aus kaufmännischer Sicht rechnen, zumal mit der Verwaltungsgemeinschaft Neuburg schon ein Untermieter parat stehen würde.

Jetzt abonnieren! e-Paper-Abo bereits ab 3,99€.

View the original article here

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen