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Donnerstag, 14. Juni 2012

EVL-Verbandstag: Lifestylisten erobern Essen

Feierabendbierchen nach getaner Arbeit: Die EVL-Mitglieder im Essener Unperfekthaus. EVL-Verbandstag Lifestylisten erobern Essen

Die Jahrestagung des Europäischen Verbands Lifestyle (EVL) in Essen zeigte, aus welchem Holz die Interessengemeinschaft geschnitzt ist. Denn neben einem intensiven Arbeitsprogramm kamen auch Kultur und Spaß nicht zu kurz - eben ganz so, wie es sich für einen bunten Branchenverband gehört. Von den aktuell 116 Mitgliedern waren 50 in der Ruhrmetropole dabei. Geschäftsführerin Heike Tscherwinka setzte gleich am Freitag heiße Themen auf die Agenda. Nach der Keynote Speech von Achim Fringes zum Thema Neuromerchandising wurde in kleinen Arbeitsgruppen unter anderem über die nationale und internationale Messelandschaft, über den Umgang mit Handelsvertretern oder über den neuen europäische Zahlungsverkehrsraum (SEPA) diskutiert.

Danach ging es dann richtig zur Sache, denn im Anschluss moderierte Jan Philippi eine Diskussionsrunde zum Thema China. Die deutliche Ausgangsfrage: Fliegt uns China um die Ohren bzw. wie sieht die Zukunft der chinesischen Produktionsstätten aus? Obwohl sich das Business im Reich der Mitte in den vergangenen Monaten durch steigende Frachtkosten und den schwächelnden Euro-Kurs weiter erschwert hat, waren sich die EVLer einig, dass es im Volumengeschäft vorerst keine Alternative zu China gibt. Die dortige Infrastruktur ist mit ihren Autobahnen und Tiefseehäfen noch um ein Vielfaches besser als in den vermeintlichen Auftsteigerstaaten Kambodscha, Laos, den Philippinen oder Indien. Fest steht aber auch, dass Importeure von chinesischer Ware weiter mit steigenden Preisen rechnen müssen. Die Lohnkosten in China werden weiter zulegen.

Im "Unperfekthaus" (Foto) in der Essener Innenstadt ließen die Mitglieder dann den ersten Veranstaltungstag ausklingen. Der kreative Hotspot entzieht sich als "Künstlerdorf, Kneipe und Hotel" jeder Kategorisierung und stellte so den geeigneten Rahmen für den Lifestyle-Verband.

Nach der Mitgliederversammlung am Samstagmorgen ging es dann zum Weltkulturerbe Zeche Zollverein inklusive einer Führung durch das Red Dot Museum. In der 11 Freunde-Bar im angesagten Stadteil Rüttenscheid feierten die EVLer abends den Eins-zu-null-Sieg der Deutschen und ließen die Tagung somit in jeder Hinsicht erfolgreich ausklingen.

Der Essener Verbandstag demonstrierte, worauf es dem EVL ankommt: Obwohl die angeschlossenen Unternehmen in verschiedenen Segmenten aktiv sind - von der Serviette bis zu Handwerkskunst aus dem Erzgebirge ist beinahe jedes Konsumgut vertreten - und in ihrer Marktbedeutung unterschiedlich anzusiedeln sind, gelingt es dem Verband gemeinsame Interessen zu formulieren. Der Austausch zwischen großen und kleinen Unternehmen klappt und bringt alle voran.

Einen ausführlichen Bericht über den Kongress lesen Sie in der Juni-Ausgabe der möbel kultur.


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