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Donnerstag, 30. August 2012

Der <b>Möbel</b>-Macher

Vielen Dank. Sie wurden erfolgreich abgemeldet. Artikel per E-Mail empfehlen Der Möbel-Macher

Boris Rothuber konzipiert ziemlich erfolgreich Mobiliar für Flughäfen

Boris Rothuber konzipiert ziemlich erfolgreich Mobiliar für Flughäfen

Schöpferische Menschen lieben Hinterhöfe. An der Toreinfahrt zur Düsselstraße 20 kündet gleich ein Bündel von Architekten, Innenarchitekten und Designern sein Domizil an. Zart grünender Bambus vor dem Fenster, hell, freundlich, klar strukturiert, ein Kunstfreund - das sind die ersten atmosphärischen Eindrücke, die das Parterre-Büro von Boris Rothuber weckt. Nur wenige Quadratmeter misst es. Aber dieser "think tank" hat weltweite Ausstrahlung. Auf internationalen Flughäfen landen die Möbel, die Rothuber entwirft. Doch hier geht es nicht um Stuhlreihen, Sitzgruppen oder Barhocker für Fluggäste in der Warteschleife.

Seit sechs Jahren arbeitet der diplomierte Innenarchitekt und Designer für weltweite Großkonzerne - und tüftelt optimierte Promotion-Möbel für Genussmittel aus. Seine Schöpfungen stehen in Dubai ebenso wie in St. Petersburg, in Tunis und New York, oder auf den Airports in Südamerika und Asien.

Der gebürtige Bayer aus Augsburg hat an der Fachhochschule sowie an der Kunstakademie studiert, lebt seit mehr als 20 Jahren in Düsseldorf: "Der nahe Flughafen, die kurzen Wege, das trifft's perfekt." Gleich nach dem Studium hat er sich selbstständig gemacht. Kulissenbau für Film- und Fernsehen stand am Anfang.

Seit sieben Jahren füllt der 48-Jährige erfolgreich die Nische "Flughafen-Möbel": Duty Free, Travel Value, Ladenbau: maßgefertigte Regale, Tische, Theken und Ambiente, in und auf denen Tabak- wie Spirituosen- oder Süßwarenkonzerne ihre Produkte präsentieren. "Im Prinzip sind das alles Unikate. Jedes Stück ist eine Sonderanfertigung, alles in Düsseldorf hergestellt." Zu 100 Prozent zertifizierte, hochwertige Materialien sind den Kunden wichtig. Gefragt sind Glas, Metalle, LED-Lichttechnik.

Ein imageträchtiger Bereich ist der Flughafen, sagt Rothuber. Millionen Menschen haben hier täglichen Blickkontakt mit den jeweiligen Marken. "Ein hart umkämpfter Markt. Hier wird enorm viel umgesetzt, hier zählt jeder Quadratzentimeter." Alle zwei Jahre wechseln die Konzerne das Mobiliar aus.

"Sehr frei", so beschreibt Rothuber den Experimentierraum, den ihm seine Auftraggeber überlassen. Doch alle Freiheit ist relativ: Er muss den Kern der jeweiligen Marke kennen - und treffen. Auf die Identifikation kommt es an. Formen, Farben, Lebensgefühl.

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