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Donnerstag, 16. August 2012

Importware: China verliert Marktanteile

Die Skyline von Guangzhou (Foto: chensiyuan) Importware China verliert Marktanteile

Der deutsche Einzelhandel hat im Jahr 2011 wieder mehr Ware importiert als im Vorjahr. So stieg der Wert der importierten Waren gegenüber 2010 um knapp sechs Prozent und erreichte annähernd das Niveau des Jahres 2008. Während Asien insgesamt seine Position als wichtigste Lieferregion weiter ausbaut, verliert China zunehmend Marktanteile an Indien und Bangladesch.

"Die Zahlen zeigen, dass sich der deutsche Importhandel von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2008/2009 erholt hat", betonte Jan Eggert, Hauptgeschäftsführer der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE), bei der Vorstellung der AVE-Importstatistik in Köln. In den beiden vergangenen Jahren war das Importvolumen des Einzelhandels jeweils zurückgegangen.

Auffällig sei der im Vergleich schwache Anstieg des Importvolumens aus dem für Deutschland wichtigsten Lieferland China. So legten die Importe aus China nur um sechs Prozent zu, während etwa Indien einen Zuwachs von knapp 20 Prozent, Bangladesch sogar von 77,5 Prozent verzeichnete. Auch Importe aus Vietnam (+ 31,2 Prozent), Pakistan (+ 54,4 Prozent) und Kambodscha (+ 18,9 Prozent) nahmen 2011 überproportional zu. Insgesamt stieg der Anteil der Importe aus Asien von 83,7 Prozent auf 88 Prozent.

"Wir beobachten schon seit geraumer Zeit, dass Importeure ihre Produktion von China in andere Länder verlagern, weil die Herstellungskosten dort anziehen", so Eggert. Auf die Verbraucherpreise in Deutschland habe dies derzeit noch keine Auswirkungen. Noch gebe es für Importeure genügend Ausweichmöglichkeiten. Wahrscheinlicher sei aber, dass sich die steigenden Rohstoffkosten in Kürze auf die Preise auswirkten.

In diesem Zusammenhang hob der AVE-Hauptgeschäftsführer die Bedeutung des Importhandels für das günstige Preisniveau in Deutschland hervor: "Die im Vergleich mit unseren Nachbarstaaten hohe Kaufkraft der deutschen Verbraucher ist maßgeblich auf die Verfügbarkeit preisgünstiger Importware zurückzuführen", so Eggert. Auch die Erfolge Deutschlands als Exportnation seien ohne Import nicht denkbar. Darüber hinaus trage das vergleichsweise preisgünstige Angebot von Importwaren dazu bei, die Inflation zu begrenzen und damit den Wohlstand zu sichern.

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