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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Karstadt: Kein Verkauf – Aufsichtsrat dementiert vehement

07.08.12 13:31 Rubrik: Möbelmarkt

Essen. Wieder einmal Entwarnung bei Karstadt: Der Essener Warenhauskonzern hat Berichten über eine drohende Zerschlagung des Traditionsunternehmens entschieden widersprochen. Der Karstadt-Aufsichtsratsvorsitzende Jared Bluestein erklärte am gestrigen Montag, Meldungen über einen geplanten Verkauf der Sport-Filialen und der Premium-Häuser seien „unwahr und entbehren jeglicher Grundlage". Auch in Gewerkschaftskreisen hieß es, es gebe keine Anzeichen für Verkaufspläne. Dies teilt „Welt online“ mit.

Wie dort zu lesen ist, hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel" am Wochenende berichtet, Bluestein verhandele im Auftrag von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen persönlich mit der Qatar Holding und dem kanadischen Familienunternehmen George Weston Limited über einen Verkauf der Premium-Häuser. Beide Investoren sind bereits im Warenhaus-Geschäft engagiert.
Berggruen-Intimus Bluestein wischte diese Darstellung am Montag in seiner knappen Erklärung vom Tisch: „Nicolas Berggruen ist ein langfristig orientierter Investor und dementiert entschieden, dass Teile des Karstadt-Geschäfts verkauft werden sollen." Der Unternehmer stehe voll hinter Karstadt-Chef Andrew Jennings und dessen Strategie. Umsatz- oder gar Ergebniszahlen allerdings habe Karstadt seit der Übernahme durch Berggruen noch nie publiziert – was nicht gerade als Beweis für die Behauptung gewertet wird, die Traditionsmarke befinde sich auf dem richtigen Weg.
Schließlich sei nicht zu übersehen, dass Karstadt auch zwei Jahre nach Übernahme durch Berggruen noch eine Baustelle ist. Erst im Juli kündigte der Konzern den Abbau von 2.000 Vollzeitstellen bis Ende 2014 an. Da im Unternehmen viele Teilzeitkräfte beschäftigt werden, könne das bedeuten, dass 3.000 oder sogar 4.000 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Konzernchef Jennings betonte, angesichts der Eurokrise müsse Karstadt seinen Verwaltungsaufwand verringern und die Organisationsstrukturen im gesamten Unternehmen neu ausrichten.
Die Erfolgsaussichten seien allerdings umstritten, nicht zuletzt weil sich Berggruen bislang mit eigenen Investitionen in das Unternehmen zurückhielt. Zu diesem Thema soll es bereits zu Unstimmigkeiten zwischen Jennings und Berggruen gekommen sein.

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